Auch Jürgen Rieger würde zuschlagen

Sie können es nicht lassen. Am 15. August wurde NPD-Mitglied Detlev Brüel in Hamburg-Barmbek festgenommen, weil er beschuldigt wurde, eine Demonstrantin verprügelt zu haben. Eine Woche später wurde eine Frau in Blankenese angegriffen, weil sie einen NPD-Flyer zeriss. Ebenfalls am 22. August prügelten die Neonazis Marius E. (20) und Marco N. (33) und Michael A. (43) auf einen dunkelhäutigen Familienvater ein. Die drei verteilten in Bramfeld NPD-Flyer und der Familienvater tat das einzig Richtige mit dem Exemplar, das er in die Hand gedrückt bekam: Er zeriss es.
Erst flogen Worte, dann Fäuste. Vor den Augen seines Sohnes schlugen die Neonazis dem Mann mehrfach mit der Faust ins Gesicht und sprühten ihm aus geringer Entfernung Pfefferspray direkt in die Augen. Die drei Täter konnten gefasst werden, der Staatsschutz ermittelt nun gegen sie.
Der Hamburger NPD-Chef und Rechtsanwalt Jürgen Rieger zeigte Verständnis für das Handeln der drei Neonazis. Er sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, seine Parteikameraden würden ständig angegriffen, wenn sie Flugblätter verteilten. Auch käme es immer wieder zu Flugblatt-Diebstählen. „Auch ich würde die Faust einsetzen, wenn man mir Sachen wegnimmt.“, sagte er.
Was der Diebstahl von Flugblätter mit dem Zerreißen eines einzelnen Flugblattes zu tun hat, bleibt mir schleierhaft, zumal das Flugblatt sich rechtlich gesehen im Besitz des späteren Opfers befand und er damit also machen konnte, was er wollte.

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Keine Stimme den (Prügel-)Nazis


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