Es hätte ein friedliches Straßenfest werden können.
Doch die Kritiker des Schanzenfestes wollten die von ihnen erwünschten Schlagzeilen sehen und die Polizei ließ das Fest erfolgreich im Chaos enden.
Flohmarktstände auf den Straßen, eine friedliche Party im Park hinter der Flora. Bis gegen 19.30 Uhr Polizeibeamte diese Party umzingelten und wenig später den Park wieder verließen. Unmut machte sich in den Feiernden breit, da niemand nachvollziehen konnte, warum die Polizisten das Gelände für kurze Zeit umstellten. Kopfschüttelnd wurde weitergefeiert, es blieb friedlich.
20 Uhr. In 20er Gruppen marschieren die Polizisten über das Schanzenfest und trüben mit ihrer Anwesenheit die fröhliche, gelassene Stimmung.

21:30 Uhr. Auf der Straße vor der Roten Flora kommt es zu ersten Auseinandersetzungen zwischen SchanzenfestbesucherInnen und der Polizei. Wasserwerfer kommen ohne die obligatorischen drei Vorwarnungen zum Einsatz. Ein Szenario, das sich die ganze Nacht über wieder und wieder ereignen wird.

22:30 Uhr. Ein Funkstreifenwagen vor dem Polizeikommissariat 16 in der Lerchenstraße ist angezündet worden.
Mitternacht. Bauzäune fliegen auf die Straße, wenig später gehen die Polizisten mit grober Gewalt und ohne vorherige Ankündigung auf die friedlichen Teilnehmer einer Sitzblockade vor. Der Wasserwerfer erwischt die BFE und auch die Gäste der umliegenden Restaurants werden nass.

Anschließend brennt und kracht es an mehreren Stellen gleichzeitig. An der Kreuzung Stresemannstraße/Neuer Pferdemarkt wird versucht, mit einem Wasserwerfer eine Mülltonne zu löschen. Der Wasserstrahl treibt diese jedoch bloß vor sich her, die Flammen werden größer. Zwei Polizisten müssen die brennende Mülltonne festhalten, damit der Wasserwerfer sie löschen kann.

02:30 Uhr: Die AnwohnerInnen der Susannenstraße werden aufgefordert, ihre Fenster zu schließen und sich von den Balkonen zu entfernen.
0 Antworten auf “Schanzenfest 2009 – Rückblick”